Gartentipps

 

Richtig gießen im Sommer

 

Die ideale Gießzeit ist am Morgen, wenn die Pflanzen noch an die kühlere Nachttemperatur gewöhnt sind und das kalte Gießwasser kein Schock verursacht. Gießt man abends, bleiben die Pflanzen zu lange nass und Pilzkrankheiten treten auf.

  • Selten aber gründlich Gießen. Bewässern Sie erst dann, wenn der Boden bis in tiefere Schichten hinein trocken ist. Danach so viel gießen, bis das Wasser etwa 20 cm in den Boden eingedrungen ist. Dazu sind auf normalen Böden etwa 15 Liter pro Quadratmeter nötig. 
  • Trockenen/festen Boden erst 10 Minuten „vorgießen“. Er weicht dadurch auf und kann etwas später auch größere Wassermengen aufnehmen.
  •  Weiche Brausen verwenden. Ein harter Wasserstrahl oder große Tropfen verschlämmen die Erde. 
  • Bei Trockenheit gießen Sie Ihren Garten zwei Mal, bei großer Trockenheit 3-4 Mal in der Woche reichhaltig. Einige Pflanzenfreunde machen den Fehler, oft, dafür zu wenig zu gießen. Dies hat zur Folgen, dass nicht genügend Wasser an die unteren Wurzeln gelangt und diese vertrocknen und absterben. Mit weniger Wurzelwerk fällt es der Pflanze dann schwerer den notwendigen Wasserbedarf selbst zu decken. Vertrocknende und schwache Pflanzen sind die Folge. Daher immer reichlich gießen, damit genügend Wasser an die unteren Wurzeln gelangt.

Bei vielen Pflanzen, z.B. Tomaten achtet man auch darauf, dass nur im Wurzelbereich gewässert wird. Denn Wasser auf den Blättern nimmt die Pflanze übel und wird so anfällig für Krankheits- oder Pilzbefall.

 

 

Hochbeete

 

Mit Hochbeeten können auch optische Blickpunkte im Garten geschaffen werden. Die gärtnerischen Vorteile sind: Leichtes bearbeiten sowie frühe und hohe Ernten. Für Hochbeete gibt es einige bauliche Voraussetzungen: Das Material für die Wände sollte ca. 80 cm hoch sein, sowie Maschendraht, Folie und grobe organische Materialien wie Gehölzschnitt. 

Ein Hochbeet sollte wie folgt angelegt werden:
1. Den Boden auf der Hochbeetfläche 25-30cm tief abtragen
2. Die Umrandung aus stabilen, möglichst nicht imprägnierten Hölzern oder aus Kunststoffteilen bauen
3. Die Bodenfläche mit der Grabegabel lockern und mit Mäusedraht auskleiden
4. Die Innenseiten der Wände mit Folie ausschlagen (Boden frei lassen)
5. Die folgenden Schichten jeweils 25-30cm auftragen. Die unterste Schicht sollte aus grobem Gehölzschnitt bestehen. Festtreten und ev
tl. mit 100g/qm Kalk bestreuen.
6. Darauf folgt im Wechsel:
Staudenschnitt, Grassoden, Feinhäcksel  u.ä. 
7. Die oberste Schicht besteht aus
 Kompost, der mit der abgetragenen Gartenerde gemischt werden kann.

 

Der Boden des Hochbeetes senkt sich im Laufe der Jahre. Dann kann Boden nachgefüllt werden. Nach 5-7 Jahren ist das Hochbeet verbraucht und sollte neu aufgebaut werden.  

 

 

Mit Kompost blüht der Garten auf

 

Kompost ist nicht nur ein Nährstoff-Lieferant, sondern viel wichtiger ist das zersetzte organische Material (Humus), das man dem Boden zuführt. Humus verbessert die Struktur der Böden indem er das Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe erhöht. Lehmige Böden werden bei regelmäßiger Kompostzufuhr luftdurchlässiger und leichter zu bearbeiten.

Im Nutzgarten bringt man je nach Nährstoffbedarf der Pflanzen jährlich im Frühjahr folgende Mengen reifen Kompost aus:

Starkzehrer, wie Tomaten und Kohl 10 Liter pro Quadratmeter

Mittelzehrer, wie Möhren und Zwiebeln 6 Liter

Schwachzehrer, wie Radieschen oder Salat 3 Liter

Vor der Einsaat oder Pflanzung sollten die Beete mit dem Kompost einige Tage ruhen.

Bei einer Garten-Neuanlage sollten Sie zur Bodenverbesserung ca. 15-20 Liter reifen Kompost pro Quadratmeter auf der Fläche verteilen.

Was sollte man nicht kompostieren: Fette und Öle, Speisereste tierischen Ursprungs wie Fleisch, Käse, Knochen und Fischgräten, Backwaren, Asche aus Holz und Kohle (wegen der darin enthaltenen Schwermetalle) Hunde- und Katzenkot, Staubsauerbeutel, Zeitschriften, Kehricht, Metall, Stein, Leder, Kunststoff und Verbundstoffe (Tetrapak), behandeltes Holz sowie Pflanzenteile mit Krankheiten z.B. Feuerbrand sowie Unkräuter mit Samen z.B. Giersch und Quecke

 

Schädlinge am Buchsbaum (Buxus)

Der Buchsbaumzünsler:

Wie kommen die Raupen im Frühjahr in meinen Buchsbaum?

Der Buchsbaumzünsler überwintert als Raupe im Buchsbaum. Ab Temperaturen von 8°C verlassen sie ihre Winterverstecke und beginnen mit dem Fraß.

Wie werde ich den Buchsbaumzünsler wieder los?

Dort wo der Buchsbaumzünsler im letzten Jahr aufgetreten ist, kann er als etabliert gelten. Durch konsequente, ständige Kontrolle und Bekämpfung kann man die Population im eigenen Garten eindämmen. Ein völliges „Ausrotten“ ist jedoch nicht möglich, da mit Zuflug aus der Umgebung und damit Neubefall zu rechnen ist.

Kann ich vorbeugend spritzen?

Nein. Insektizide wirken nur, wenn das Insekt vorhanden ist. Für die ablenkende Wirkung von Düften (Lavendel-, Knoblauchöl usw.) gibt es noch keine seriösen Belege. Wichtig dagegen ist ständige Kontrolle, um den Anfängen zu wehren.

Wenn Sie Raupen und Eier in den Gespinsten gefunden haben:

Die Eiablage erfolgt außen am Busch, erst die geschlüpften Räupchen wandern nach innen und bilden Gespinste. Was man in den Gespinsten findet sind keine Eier sondern die dunklen Kotkrümmel der Raupen.

Wie bekämpfe ich den Buchsbaumzünsler?

1. Ab März ständige Kontrolle

2. Mechanische Entfernung (absammeln oder absaugen) der Raupen, insbesondere zeitig im Frühjahr

3. Beobachtung des Falterfluges, ca. 10 Tage danach sollte der Formschnitt erfolgen, um die Eigelege bzw. die gerade geschlüpften Räupchen zu beseitigen. (Schnittgut entfernen)

4. Danach ggf. Bekämpfung der Jungraupen mit Pflanzenschutzmittel. In diesem Frühstadium wirkt auch Bacillus thuringiensis (biologische Bekämpfung) gut.

5. Weiterhin Kontrolle und mechanische Entfernung der verbliebenen Raupen und ggf. Wiederholung des Vorgehens beim nächsten Falterflug.

 

Kräuter

eignen sich nicht nur bestens zum Frischverzehr und Kochen, sie lassen sich auch sehr gut konservieren und haltbar machen. So kann noch in Herbst und Winter aus der Aromavielfalt geschöpft werden. Zum Haltbarmachen bieten sich Trocknung, Einlegen und Einfrieren. Doch bevor es an die Bevorratung geht, gilt es bei der Ernte einiges zu beachten, um ein Maximum an Geschmack zu erhalten.

Der Obst- & Gartenbauverein  Alsfeld gibt folgende Tipps:

In den Tagen vor der Ernte sollte es nicht geregnet haben, das verringert den Gehalt an ätherischen Ölen.

Zur Schere greift man bevorzugt am warmen, trockenen und schattigen Vormittag

BasilikumMinze, Melisse, Salbei und Thymian erst kurz vor der Blüte ernten. Zu diesem Zeitpunkt haben sie das beste und intensivste Aroma.

Oregano und Lavendel hingegen erst schneiden, wenn sie bereits voll in Blüte stehen.

Nicht alle Kräuter eignen sich zum Trocknen. Gute Ergebnisse erhält man mit Lavendel,LiebstöcklMajoran, Minze, Oregano, Rosmarin und Thymian

Getrocknet wird an luftigen, trockenen, schattigen Stellen. Dabei werden die Kräuter als Sträuße aufgehängt oder auf einer trockenen Unterlage verteilt.

Nicht an der direkten Sonne trocken! Das vermindert das Aroma, da die ätherischen Öle bei derart hohen Temperaturen verdampfen.Getrocknete Kräuter vom Stängel rubbeln, luftdicht verschließen und an einem dunklen Ort lagern.Zum Einlegen in Öl oder Essig die frischen Kräuter waschen, leicht trocken tupfen, in Gläser bzw. Flaschen füllen und vollständig mit kaltgepresstem Öl bedecken bzw. mit Essig auffüllen.

  • Kräuter können auch als ganze Zweige bzw. Blätter sowie klein geschnitten in Plastikbehälter, Gefrierbeuteln und  in Eiswürfelbehältern portionsweise mit etwas Wasser eingefroren werden. 

Wenn´s im Hals kratzt:   Pflanzen als Hausmittel bei Erkältungen:       

Kräutertees:

  • Salbeiblätter: (Aufguss) – entzündungshemmend, desinfizierend bei Halsentzündungen und Erkältungskrankheiten
  • Zitrone: (Saft oder Tee) Anregung der Abwehrkräfte durch Vitamin C, bei Erkältungen
  • Ingwerwurzel: (Aufguss) wärmend, entzündungshemmend, bei Erkältungskrankheiten
  • Lavendelblüten: (Aufguss) desinfizierend, entspannend, durchblutungsfördernd, bei Husten, Bronchitis
  • Rosmarin: (Aufguss) schweißtreibend, durchblutungsfördernd, kreislaufanregend, bei Erkältungskrankheiten

Säfte:

  • Zwiebel-Zuckersaft oder Rettich-Sirup wirken antibakteriell und entgiftend. Der Speichelfluss wir gefördert.

Rezepte:

  • Salbeitee: Salbeiblüten und Blätter (evtl. noch Thymiankraut) zu gleichen teilen mischen; davon einen Aufguss bereiten (1/4 Liter Wasser auf 2 Teelöffel Salbei)
  • Zwiebel-Zuckersaft: Zwiebeln werden frisch gerieben und mit Zucker vermengt. Der daraus entstehende Saft wird esslöffelweise eingenommen.
  • Quarkwickel: Quark (nicht aus dem Kühlschrank) 1/2 cm dick auf ein Leinentuch streichen, die Enden umschlagen und um den Hals wickeln. Der Wickel ist so lange zu tragen, bis der Quark trocken und bröselig ist.

 

Wie bringt man Rosen zur zweiten Blüte

 

Um die Rosen nach der ersten Blüte rasch zu erneutem Blühen anzuregen, darf man beim Schneiden der Blüten die Triebe nicht zu stark kürzen. Am besten schneidet man die Blütenstiele nur bis zum ersten starken Auge von oben ab. Auf keinen Fall darf aber der ganze Jahrestrieb abgeschnitten werden. Wichtig ist außerdem, dass man verblühte Rosen nicht zu lange an der Pflanze läßt, denn dann würde sich der Neuaustrieb sehr verzögern.

Bananenschalen als Rosendünger?

Bio-Bananenschalen eignen sich besonders gut als Rosendünger. Die Schalen klein schneiden und um die Rosenstöcke in die Erde eingraben. Das ist ein natürlicher Dünger, der gar nichts kostet.

 

 

Giftpflanzen im Garten und in freier Natur

 

Pflanzen im Garten oder in der freien Natur bereiten viel Freude. Doch nicht alle sind ungefährlich. Der Verzehr von Pflanzenteilen kann zu Vergiftungen führen, Hautreizungen oder Allergien sind die Folge auch von Berührungen.

Folgende Pflanzen gelten als

sehr giftig:

z.B. Blauer und Gelber Eisenhut, Engelstrompete, Goldregen, Herbstzeitlose, Tollkirsche, Seidelbast und Pfaffenhütchen

giftig:

z.B. Efeu, Aronstab, Eibe, Roter und Gelber Fingerhut, Lebensbaum, die oberirdischen Pflanzenteile der Kartoffelpflanze, Kirschlorbeer, Blauregen, Christrose, ungekochte Feuerbohne/Gartenbohne, Robinie und Riesen-Bärenklau/Herkulesstaude,

schwach giftig

z.B. Buchsbaum, Buschwindröschen, Eberesche, Heckenkirsche/Geißblatt-Arten, Liguster, Schneebeere/Knallerbse, Stechpalme, Schwarzer Holunder (rohe Beeren) Maiglöckchen und Hahnenfußgewächse z.B. Rittersporn/Butterblume

Eltern von kleinen Kindern sollten schon beim Pflanzenkauf den Namen der Pflanze erfragen. Wer Beeren essen will, sollte vorher genau wissen, welche Früchte bekömmlich sind. Auch ungiftige Beeren können gesundheitsschädlich sein, wenn sie mit Unkrautvernichtungs- oder Schädlingsbekämpfungsmittel in größeren Mengen in Berührung gekommen sind.

Bei Beeren in freier Natur auf Bodenhöhe ist Vorsicht geboten, da an Ihnen, wie auch an anderen Pflanzenteilen, die Eier des Fuchsbandwurms haften könne, die schwere Infektionen verursachen.

 

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